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„Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Seit dem Kita-Jahr 2021/2022 ist die Einrichtung als Sprachkita im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend anerkannt.

Im Januar 2022 wurde im Rahmen und mit Mitteln des Bundesprogramms eine Sprachfachkraft für die Kita eingestellt. Das Bundesprogramm unterstützt die Kita mit zusätzlichen Finanzmitteln, die durch den Träger der Kita beantragt und dann abgerufen werden können.

Zudem profitiert die Kita von der Begleitung einer Fachberatung explizit für die Sprachkita. Die Fachberatung führt regelmäßig Qualifizierungstreffen zu den Inhalten der Sprachkita durch und coacht die Sprachfachkräfte und Leitungen bei Tandemtreffen in der jeweiligen Einrichtung.Die Sprachfachkraft hat die Aufgabe in Zusammenarbeit mit der Leitung die behandelten Themen für die jeweilige Kita passend zu implementieren. Die Sprachfachkraft arbeitet als Mulitplikatorin im Team und unterstützt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Gruppen darin eine vorurteilsbewusste Haltung für die Lernumgebungen, die Kinder und die Familien zu entwickeln und in der Kita deutlich zu machen. Zudem bringt sie neue Aspekte für mediengestützte Angebote zur alltagsintegrierten Sprachförderung und zur Informationskultur innerhalb der Sprachkita.In einer Sprachkita werden die Schwerpunkte auf Alltagsintegrierte Sprachförderung, Inklusion, Zusammenarbeit mit den Eltern und Medienpädagogik gesetzt.  Diesen Themenfeldern trug man auch durch die plusKita und der Zertifizierung mehrerer MitarbeiterInnen zur Elternbegleitung Rechnung.

An verschiedenen Konzeptionstagen setzte sich das Team mit Sprache als Zweitspracherwerb, Alltagsintegrierter Sprachförderung, Inklusion, Partizipation, Dialogischer Haltung in Elterngesprächen und Einsatz verschiedener Medien als Erweiterung anderer Methoden zur Wissensvermittlung und zur Elterninformation auseinander. Innerhalb der Sprachkita werden weitere Möglichkeiten der Kommunikation und Sprachvermittlung praktiziert. Dazu gehört die bildgestützte Kommunikation für Kinder mit Störungsbildern in der allgemeinen Entwicklung und der Sprachentwicklung sowie zum Einsatz bei Elterngesprächen mit Eltern, die noch wenig oder kein Deutsch sprechen.

Die Aushänge und Elterninformationen werden zunehmend auch in einfacher Sprache abgefasst.

Ziel der Sprachkita ist es für alle Familien eine Chancengerechtigkeit zu erreichen. Alle Kinder sollen sich mit ihren Familien in der Kindertageseinrichtung mit ihrer Familiengeschichte, ihrer Ethnie, ihrer Religion, ihrer Sprache und ihrem Aussehen wiederfinden, sich wohlfühlen und zugehörig fühlen. Auch diese Zielsetzung ist in der plusKita und in der Elternbegleitung verankert. Die Arbeit in der Sprachkita führt also den beschrittenen Weg der inklusiven Kindertageseinrichtung konsequent weiter.